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Termin Informationen:
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So.06Apr.202511:30 UhrTreffpunkt: sweetSixteen, Immermannstr.
Stadtführung: Decolonize Dortmund – Entdecke Dortmunds Kolonialgeschichte!
Das Projekt Decolonize Dortmund, bestehend aus Schwarzen Menschen und People of Color, widmet sich der Aufarbeitung von Dortmunds kolonialer Vergangenheit. Historische Verbindungen und koloniale Kontinuitäten der Stadt, die im Verborgenen liegen, werden durch sorgfältige Recherchen sichtbar gemacht. Das Projekt hat einen Stadtrundgang und einen Audiowalk entwickelt, der online in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Kiswahili verfügbar ist.
Im Rahmen des IFFF Dortmund+Köln lädt Fidel Amoussou-Moderan zu einer Tour in den Fredenbaumpark ein. Dort wird er die Geschichte dieses Ortes erläutern, an dem Ende des 19. Jahrhunderts afrikanische Menschen ausgestellt wurden. Diese Völkerschauen wurden vom Hamburger Zoodirektor und Tierhändler Carl Hagenbeck organisiert, der afrikanische Menschen und andere sogenannte »exotische Völker« in einer inszenierten Umgebung zur Schau stellte. Die Menschen wurden dabei wie Tiere behandelt und von den Zuschauer*innen oft herabwürdigend betrachtet. Diese Schauen waren darauf angelegt, die vermeintliche Überlegenheit der europäischen Kultur zu demonstrieren, und verstärkten rassistische Stereotype. Der Rundgang im Fredenbaumpark beleuchtet nicht nur die Geschichte dieser Schauen, sondern regt auch dazu an, die langfristigen Auswirkungen solcher kolonialen Praktiken zu hinterfragen.
Fidel Amoussou-Moderan, Historiker, Kurator und Doktorand mit Schwerpunkt auf kolonialer Gewalt, Richard Opoku-Agyemang (RAZZMATAZZ), Musiker und Künstler, sowie Mona Laiser, Sozialwissenschaftler*in und Expert*in für Blackness und Afrofuturismus, sind Mitbegründer*innen und aktive Mitglieder von Decolonize Dortmund. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen essenziellen Beitrag, um ein neues Bewusstsein für die Stadtgeschichte zu schaffen. Dabei wird nicht nur die Vergangenheit thematisiert, sondern auch ein Blick auf die Gegenwart und die Zukunft geworfen, um die Strukturen von Rassismus und Diskriminierung nachhaltig zu verändern. Der Rundgang bietet eine wertvolle Gelegenheit, Dortmund aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und sich mit der kolonialen Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen.
In Kooperation mit Theater im Depot.